[das Kreiszeitlineal]

"In der Nichtalltäglichen Wirklichkeit"

Ein schamanischer Reisebericht

... Meine Oma, eine Frau von 87 Jahren, war vornüber mit dem Kopf auf den Steinboden der Küche gefallen ...
Sie zog sich hierbei nicht nur Prellungen, eine Genickstarre sowie eine Gehirnerschütterung zu, sondern war auch wochenlang bettlägerig.
In dieser Zeit, die sie liegend verbrachte, erzählte sie fortwährend, sie sehe irgendwelche Gestalten in Form von Menschen, Tieren und Phantasieobjekten, welche ihr auch Angst machten. Nachdem der Arzt sie mal wieder untersucht hatte und sich ihre Geschichte über "Gestalten" angehört hatte, war die Diagnose klar: Meine Oma litt unter Halluzinationen. Dies galt natürlich mit Pharmazeutika wegzubekommen, allerdings mit wenig Erfolg.
Nur meine Frau und ich, noch nicht sehr lange von einem schamanischen Basisseminar zurück, wollten meiner Oma, als wir von ihrem Sturz hörten, natürlich sofort schamanisch helfen. So setzten wir uns fast täglich hin, um ihr "Kraft" in Form von Krafttieren, "Licht" usw. zu schicken. Sie hat sich auch nach und nach recht gut erholt (entgegen der Meinungen von Arzt, Freunden und Verwandten). Doch ihre "Halluzinationen" blieben.
Eines Abends hatte ich mal wieder eine sehr intensive Reise, auf welcher ich für meine Oma als Krafttier eine Katze bekam. Ich nahm sie und ging durch Oma's Schlafzimmerfenster vor ihr Bett und habe die Katze zu ihr ins Bett springen lassen.
Am nächsten Morgen stattete ich Oma den täglichen Besuch ab und als sie wieder von ihren "Gestalten" erzählte, fragte ich sie (seltsamerweise zum ersten Mal) nach dem genauen Aussehen dieser "Gestalten" sowie nach deren Tätigkeiten. Die Antwort verblüffte mich zutiefst. Sie erzählte mir: "Gestern Abend zum Beispiel kam irgend so ein Mann zum Fenster rein. Er war groß, etwa so wie du, und er hatte lange dunkle Haare, etwa wie du. Ja, er sah etwa so aus wie du." Ich wurde immer aufgeregter, fiel mir doch die Reise vom Vortag ein. So fragte ich ganz zittrig: "Ja, Oma, und was hat der Mann dann gemacht?" Und Oma prompt: "Der, der hat mir irgend so ein Viech aufs Bett geschmissen!" Nun redete ich natürlich eingehender über ihre "Gestalten" mit ihr, wo sich unter anderem herausstellte, daß Oma vor den "Wilden Tieren", die zu ihr kamen, Angst hatte und daß ihr Hasen viel lieber wären.
So "schickten" meine Frau und ich nur noch Hasen, welche Oma ab dann auch sah, ohne Angst zu haben.
Sie ist heute wieder so gesund wie vor dem Sturz und "wilde Tiere" kommen auch keine mehr. Nur ab und zu ängstigt sie die eine oder andere "Gestalt" immer noch. Ich denke, nicht alle Menschen in ihrer Umgebung senden nur gute Gedanken an sie aus.

Ingolf

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